3nach3 Weekend 2025

Merci Kusi!

Am 6. September 2025 war es wieder soweit: Das 3nach3-Weekend, organisiert von Küsu Rubin, stand an. Zu Beginn gleich eine kleine Lektion in Kommunikation: „Auf dem Parkplatz hinter dem Starbucks wurde von einigen wenigen sehr wörtlich genommen. Sie warteten nämlich direkt hinter dem Starbucks. Zum Glück merkten auch sie, dass alle anderen bereits beim reservierten Achter-Bus bereitstanden. Diese schönen Steilvorlage wurde natürlich auch gleich für die ersten dummen Sprüche genutzt. Dann ging es auch schon los. Während Ok-Präsident Küsu das Ruder bzw. das Steuer in die Hand nahm, versuchte sich Herbie aus Lotse und DJ. 

Das Programm für dieses Wochenende las sich übrigens fast so, wie wir das aus den guten alten Zeiten im Drü gewohnt waren. Nämlich:
„Wir fahren erst Richtung Suisse Orientale mit einem Kaffeehalt im bekannten Fressbalken. Nach dem ersten luftigen Event und kurzer Verpflegung, geht die Reise weiter zur nächsten Station, in einer Gegend, wo wieder anständigeres Schweizerdeutsch gesprochen wird. Das Nachtessen könnte dann vielleicht etwas fleischlastig sein und übernachtet wird heuer mal nicht im Massenlager. Wir werden am Sonntag morgen nicht im Hotel frühstücken. Nach kurzer Fahrt kommen bei einem feinen Burezmorge die Freunde der Hallenbad-Musik (voll-chlore) voll auf ihre Rechnung, bevor uns im Anschluss und zum Abschluss ein heimatlicher Brauchtum nochmals etwas Bewegung verschafft. Ich freue mich auf das was kommt! Bis dann…

Merci, Kusi!

Alles klar? Wir werden es dann ja schon sehen. Wir freuten uns jedenfalls auch.

Der Weg ins Züribiet wurde für engagierte Gespräche genutzt ganz weit oben stand dabei natürlich das Thema Wacker in allen möglichen Ausprägungen. Nach einem kurzen Rencontre mit einem Fahrzeuglenker aus der Westschweiz parkierte Kusi unseren Bus gekonnt neben einer rumänischen Grossfamilie. Im Fressbalken hatten wir dann ausreichend Zeit für ein anständiges Zmorge.

Auf der Weiterfahrt waren unsere Gespräche weiterhin so intensiv und engagiert, dass einige von uns nicht mal wussten, in welcher Stadt wird gelandet sind. Meine Tipp: Hier hat Wacker zum bisher letzten Mal die Meisterschale in die Höhe gestemmt. Wie war natürlich gespannt, was uns da in der Eulachstadt erwartete.
Und es war wieder einmal etwas aus der Kategorie das-hätte-ich-nie-gemacht-wenn-ich-nicht-an-einem-Drü-Weekend-dazu-eingeladen-worden-wäre. Im Windwerk konnte man nämlich in einer runden Glasröhre (sozusagen ein senkrechter Windkanal) fliegen lernen. Okay fliegen konnten die meisten von uns schon recht gut. Aber meist war das unfreiwillig und die Landung war selten besonders schön anzusehen.
Nach einer kurzen und klaren Instruktion durften wir unsere schönen Flieger-Overalls anziehen. Mit Helm und Schutzbrille versehen, ging es dann schon Richtung Windkanal.
Zu unserer Gruppe gesellte sich ein Pärchen mit einiges mehr an Flugerfahrung. War richtig cool, den beiden zuzuschauen.
Einigen von uns war noch etwas mulmig zumute. Ich hatte zum Beispiel ziemlichen Respekt und kurz bevor ich an der Reihe war kann mir auch noch in den Sinn, dass ich keine Ahnung hatte, wie man bei 200 bis 250 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit überhaupt atmen kann. Den Meisten gelangen aber ihr erster Flug des Lebens schon ziemlich gut – einige zeigten sogar ziemliches Talent.
Übrigens: raufschauen gleich runter fliegen, runterschauen gleich rauffliegen. 

Anschliessend lud uns Kusi zu einem mitgebrachten Sandwich-Mittag mit Nussgipfel-Dessert am sonnigen Tisch ausserhalb der Halle ein. Merci, Kusi! Danach ging es wieder in die andere Richtung – nämlich in Richtung unseres geliebten Kantons Bern. Erklärung: So müssen wir am Sonntag nicht mehr so weit zurückfahren. Mach doch Sinn, oder?

Nächste Station war Burgdorf. Wir parkierten direkt bei der Burgdorfer Brauerei und organisierten uns einen sonnigen Tisch auf der Gartenterasse des Restaurants Schützenhaus. Da doch schon ein grosser Teil des Tages ins Land gezogen war genau der richtige Ort für uns. Bei einem feinen „Burglfer“ Bier wurden wir über unseren nächsten Plan informiert – nämlich „urban Golf“. Wie es mit Plänen jedoch halt manchmal so ist: manchmal funktionieren sie und manchmal hat auch nicht. Noch während wir die Pläne der Partie quer durch Burgdorf studierten und das Material beäugten, wies die nette Sabrina vom FTV XY (jedenfalls irgendwas aus dem Züribiet ) darauf hin, dass die Bahnen nicht bespielbar sind. Grund war der stattfindende Stadtlauf und die damit verbundenen Menschenmenge, welche überall den Weg blockierte. Nach kurzer Überlegung (als Handballer hatten wir ja grundsätzlich nicht zwingend ein Problem mit Menschen die Weg stehen…) verzichteten wir schweren Herzens auf diesen sicher coolen Event. Stattdessen bestellten wir halt (wenig schweren Herzens) noch eine Runde Bier und zwei Zvieriplättli. Nach kurzer Debatte inklusive Telefonat mit dem Vereinspräsidenten beschlossen wir, uns an der Wacker-Helfer-Organisation des ESAF 2028 in Thun zu beteiligen. Einige von uns scheinen auf den Geschmack an Eidgenössischen Veranstaltungen gekommen zu sein.

In Luterbach SO bezogen wir dann unsere Zimmer. Kurz darauf sassen mir beim nächsten Getränk und dann ging es auch schon los Richtung Restaurant Frohsinn in Etziken SO. Dieses Lokal machte seinem Namen alle Ehre. Es handelte sich um so einen richtigen geselligen Dorfgasthof mit lauter fröhlichen jungen und älteren Gästen. Bei bester Stimmung ging es dann darum sich zwischen 300, 500, 800 oder 1200 Gramm Gordon bleu zu entscheiden. Ich will es nicht verpassen die äusserst zuvorkommende einheimische Bedienung zu rühmen, die angeblich ja eben nicht aus der Innerschweiz stammte. I säge Üch…! Massiv überfressen (ein paar Dinge werden sich nie ändern), nach wenig Wein und nach noch weniger Berliner Luft ging es dann darum sich zu verabschieden. Unsere Gastgeberin Maya pflegte das sehr ausführlich und mit viel Herz (oder so). Böndli stellte sich freundlicherweise gerne zur Verfügung. Mayahiiii, Mayahooo, Mayahüüüü… Merci, Kusi!

Fürs Abendprogramm war schnell die Stadt Solothurn ausgemacht. Dort angekommen, fanden wir entlang der Aare ein buntes Treiben mit vielen Menschen vor. Bei sehr angenehmen Temperaturen steuerten wir direkt ins Getümmel. Und siehe da: die erste Bekanntschaft machten wir mit einem „MTV“. Einige von uns kannten sich da ja schon ein bisschen aus. So folgte eine rege Fachsimplerei und Plauderei mit dem MTV Altnau vom Bodensee. Nachdem unser Bierstand leider schliessen musste zogen wir via Brücke auf die anderen Seite der Aare weiter (ja, ja Kusi, da hätte man jetzt die Badehose eben doch gebrauchen können).

Über den wirklichen Namen der nächsten Bar gibt es verschiedene Theorien. Deshalb lasse ich es lieber bleiben. Auf jeden Fall machten wir dort noch ein paar Bekanntschaften mit Einheimischen. Freundlicherweise bestellte uns Schwab Kusi zwischenzeitlich Unmengen an Kilkeny-Bier – wieso weiss niemand. Aber das Wort „wieso“ war an diesem Tag sowieso nicht besonders gefragt.
Während die Einen sich langsam auf den Rückweg machten, liessen sich drei von uns noch ins „Köfu“ (Kofmehl – bekanntes Konzert- und Partylokal) schleppen. Dort waren wir aber umgeben von lauter Teenies. Ein noch weiteres Experiment mit der „Druckerei“ liessen wir dann dankbar aus, sodass wir am Bahnhof noch gerade den Moonliner erwischten. Und dies ganz einfach, indem wir ungefähr mit der Hälfte aller Busfahrer gesprochen hatten und vom vordersten zum hintersten und dort wieder nach vorne und dann ganz nach hinten geschickt wurden. So erwischten wir gerade noch den richtigen Bus nach Hause. Er stellte uns exakt vor der Tür des Hotels ab. So geht das!

Die Nacht verlief offensichtlich nicht für alle ganz nach Wunsch. Für manche schon und andere wussten es eigentlich auch gar nicht mehr so recht. Auf jeden Fall waren wir alle pünktlich um halb zehn wie gewünscht parat – so dass Küsu uns wieder in den Bus packen konnte. Merci, Kusi!

Im „Löiä“ in Heimiswil gab es dann zu volkstümlicher Musik (gemäss Küsu „Hallenbadmusik voll-chlore“) einen gemütlichen Brunch. Zwischen „meh aus äs Gipfeli geit grad nid“, einem Konter-Prosecco und klassischer Anke-Züpfe und Rührei war alles dabei. Danach ging es ein Stück weiter „i Chrache hingere“, wo uns drei altgediente Vertreter des ortsansässigen Hornusservereins erwarteten. Wir dachten ja schon nicht gerade, dass wir den Nous übers Riis hinaus befördern würden. Als wir aber erfuhren, dass es bis zum Riis selber schon 100 m sind, sahen wir uns ziemlich herausgefordert. Wenn dann ein gelungener Abschlag vom Hornusser-Luginbühl (vo dene gits hie äs paar – lugi ghört aber definitiv nid derzue) mit „öppä 10 Meter vorem Riis“ kommentiert wurde, war das schon ziemlich niederschmetternd. Insgesamt gelangen uns aber dennoch ein paar schöne Schläge. Wird vernichteten auch nur etwa drei Schläger beförderten einigen Nousse (und sogar noch ein Träf) in den Wald oder in den Bach. Selber schuld, wer neben dem Hornusserplatz einen Wald pflanzt. Merci, Kusi!

Am Schluss ging es noch mal zurück zum Restaurant Löwen und nach einem Konterbier (wer will und kann) ging es auch schon wieder heimwärts.

Merci, Kusi!
Merci Präsident Keule, der es wieder einmal geschafft hat auch schon den nächsten Organisator zu bestimmen. Merci Böndli!  

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